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Frankfurter Neue Presse

04. Oktober 2008

Die Triangel macht sich interessant
Von Matthias Gerhart
Die Alte Oper Frankfurt bot ein zweites Konzert mit John Eliot Gardiner sowie einen „Auftakt“- Abend mit Pianist Murtfeld.

(...)
Tags zuvor hatte der Pianist Ulrich Roman Murtfeld beim „Auftakt“- Festival in der Alten Oper gastiert. Der studierte Naturwissenschaftler aus musikbeflissenem Elternhaus ist seit Jahren ein hörenswerter Klaviervirtuose. Seine Vorlieben umfassen die Musik des 20. Jahrhunderts, so dass er beim „Auftakt“-Festival der richtige Mann war. Zunächst zeigte Murtfeld bei Mauricio Kagels Klavieretüde „An Tasten“, dass er komplizierte technische Anforderungen nicht scheut. Kraftvoll und kontrastreich (so die Vorgabe des Komponisten, der erst vor wenigen Tagen starb) realisierte Murtfeld das Stück. Vier der „Zwanzig Blicke auf das Jesuskind“ von Olivier Messiaen schlossen sich an. Hier zeigte der Pianist erneut souveräne Stilsicherheit sowie eine durchdachte, vergeistigte Interpretation. Besonders eindringlich ergriff Murtfeld „Das allmächtige Wort“, bei dem er sich zum allmächtigen Herrscher über die Tasten aufschwang. Mit Ligeti und nochmals Kagel nach der Pause fand das Konzert einen runden Abschluss.