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Nice Matin

3. November 1997 

La magie Murtfeld

(Übersetzung): „…Von der Erscheinung her, mit verführerischem Lächeln hinter der strengen Brille, ist Ulrich Murtfeld ein Vorbild des Gleichgewichts von Kunst und Wissenschaft. Hochgradig in Chemie diplomiert, hat er sich dem pianistischen Studium auf herausragendem Niveau gewidmet; er musste eine Wahl treffen. Im Lichte dessen, was wir hörten, hat er das Zeug zu einem bemerkenswerten Interpreten. Machtvolle und zugleich behutsame Hände, solide, sichere und Perfektion erreichende Technik, Intelligenz – im eigentlichen Sinn des Wortes – der Themen, erfüllt von Sensibilität und Kunst, alle Stimmungen zu meistern sowie jene selten erreichte Qualität: Farbgebung. Die Wahl seines Programms war geeignet, seine Qualitäten zur Geltung zu bringen: Brahms Sonate in F-moll und Préludes von Debussy.

François-René Duchable unterbrach zwei Proben, um diesem, der französischen Musik zugewandten jungen Deutschen zuzuhören, der in Zuneigung zu unserer Sprache eigenhändig die Erläuterungen zu den interpretierten Werken schrieb.

Rund um Brahms entfaltete er einen quasi-verzauberten Lichthof, entlockte dem Flügel Orchestereffekte, tiefes und zugleich verklärtes polyphonisches Spiel, das in Schumann’scher Empfindung ’aus dem Klavier ein Orchester von Stimmen macht, abwechselnd brausend und jubelnd’… In den Préludes von Debussy entfaltete er seine gemeisterte Kraft, erzeugte schillernden und delikaten Wohlklang, an der Grenze des Schwebens, melodische Zeichnungen von seltener Poetik…“