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Leipziger Volkszeitung

26. Januar 1999

Dynamik in den flinken Fingern

„Von Mendelssohn-Bartholdys Klavierwerken lassen die meisten Pianisten lieber die Finger (mit Ausnahme der „Lieder ohne Worte“). Sie wissen doch, wie leicht man sie sich an ihnen verbrennen kann. Die Stücke sind schwer zu spielen und nicht allzu effektvoll. Welcher Klangreichtum jedoch in ihnen steckt, bewies der junge Pianist Ulrich Roman Murtfeld zur Matinée im Salon des Mendelssohn-Hauses mit den „Ernsten Variationen“ op. 54. Er entlockte ihnen ungeahnte dynamische Kräfte, die weit über das hinausgingen, was man so gern das Klassizistische an Mendelssohn nennt.

Zudem stellte Murtfeld „Variationen über eine russische Melodie“ von der französischen Komponistin Louise Farrenc, einer Zeitgenossin Mendelssohns, vor. In seiner Interpretation atmete das Stück bereits den Geist von Schumann und Brahms, muß also für die damalige Zeit hochmodern gewesen sein. Das hat neugierig gemacht, mehr von Farrenc kennenzulernen. Musikalisch umrahmt wurde das Konzert durch Beethovens As-Dur-Sonate mit dem Trauermarsch und Debussy-Präludien…“