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Generalanzeiger Bonn

3. August 2000

Von fremden Ländern – Abschluss des ‚Klaviersommers 2000’ im Kammermusiksaal


„Das fünfte und letzte Konzert des ‚Klaviersommer 2000’ im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses …wurde von dem 1970 in Frankfurt/Main geborenen Pianisten (und bemerkenswerterweise auch diplomierten Chemiker) Ulrich Roman Murtfeld bestritten. Murtfeld hatte sich dabei der neueren französischen Musik zugewandt und präsentierte im Kammermusiksaal ausgewählte Stücke von Maurice Ravel, Claude Debussy, Francis Poulenc und Henri Dutilleux.

Daß er ein vorzüglicher Kenner speziell des Impressionismus ist, über das adäquat illustrative differenziert abgetönte Klanggestaltungs- und Artikulationsvermögen verfügt (und natürlich auch über die entsprechende Spieltechnik), das bewies er an den Piècen ‚Oiseaux tristes’ und ‚Une barque sur l’océan’ aus den ‚Miroirs’ von Maurice Ravel und an sechs Exempeln (darunter ‚Bruyères’, ‚Ondine’ und ‚Feux d’artifice’) aus den ‚Préludes’-Heften von Claude Debussy.

Aber auch vier klanglich bewusst schlichter gehaltene, dabei sehr melodiös-eingängige und charmant-witzige Stücke aus den ‚Promenades’ von Francis Poulenc oder dessen reizvoll-markante ‚Trois mouvements perpétuels’ fanden angemessene Darstellung. Ein wahrer Kraft- (und Gedächtnis-)Akt kam dann zum Schluss mit der musikalisch-klanglich wie technisch höchst anspruchsvollen, sehr dicht gewobenen und partienweise durchaus modernen Sonate aus dem Jahre 1947 von Henri Dutilleux (Jahrgang 1916), an der die Sätze ‚Lied’ und ‚Choral et variations’ besonders beeindruckten.

Viel herzlicher Beifall nicht zuletzt auch nach dieser imponierenden Leistung und noch zwei Zugaben, darunter sinnigerweise das Motto der kleinen Klavier-Reihe, ‚Von fremden Ländern und Menschen’, aus Robert Schumanns ‚Kinderszenen’.“